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Lektionstext

Was sind Stopps am Aktienmarkt? - Die Grundlagen

Warum sind Stopps wichtig?

Kurzum gesagt. Stopps schützen zu 90% vor dem Totalverlust. Ein Stopp ist eine Order im Markt, bei welcher das gesamte Kontingent an Finanztiteln wieder verkauft bzw. gekauft wird. Das bedeutet, sollte der Kurs von 25 € auf 23 € sinken und Sie haben einen Stopp bei 24 € im Markt, werden alle Aktien zu diesem Kurs verkauft.

Sie fahren somit nur einen Verlust von einem Euro pro Stück ein und können so Ihr Geldmanagement kontrollieren. Auf Grund dessen, das Sie Ihren Maximalverlust kennen, können Sie so Ihre Stückzahl anpassen.
Als einfaches Beispiel nehmen wir wieder unsere 25 € Einstiegsaktie. Wir wollen unseren Stopp bei 24 € setzen. Zeitgleich im Wissen, das wir nur 500 € Verlust machen wollen. Somit werden 500 Stück gekauft und 12500 € investiert.
Nehmen wir einen Beispiel-Linienchart zu diesem Thema zur Hand.

Visualisierung für Stopps

Wir sehen hier einen Kursverlust einer Aktie, welcher bei 25 € anfängt und sich bei 12 € festigen konnte. Natürlich weiß man vorher nie, wie der Zukünftige Kurs aussehen wird. Daher ist bei jedem Aktienkauf ein wenig "zocken" dabei. Und um das Risiko dabei so klein wie möglich zu halten, arbeitet man mit Stopps. Dazu sehen wir uns den Handel mit der Nummer 1 an. Grün zeigt einen Kauf und violett dazu den Zeitgleich mit dem kauf gesetzten Stoppkurs an. Dieser Kauf ist hier bei 22 € und der Stoppkurs bei 20 €. Nehmen wir an der Kauf ging auf die Umkehr eines Trendes zurück, da an dieser Stelle neue Hochs und höhere Tiefs vorlagen.
Nun sichern wir uns mit dem 20er Stopp ab. Und zwar an der Stelle, bei welcher der Abwärtstrend wieder intakt wäre. Dies geschieht wenn der Kurs unter die 20€ rutscht. Unter das Tief, bei dem die violette Linie anfängt.

Bei der 2. Transaktion nehmen wir wieder an, man handle aus der Intention, dass eine Trendumkehr vorliegt. Auch hier sichert man sich ab, indem man einen Stopp setzt. Eben dort, wo der Abwärtstrend sich fortsetzen würde. Dies wäre der Fall bei der 2. violetten Linie bei etwa 15 €.
Natürlich ist nicht jede "Trendumkehr" eine wirkliche Wende, wie die beiden Beispiele zeigten. Da man nun mit dem Stopp und seines vorher festgelegten Verlustes noch einen Großteil seines Kapitals besitzt, kann man im Falle einer richtungweisenden Wende (in diesem Falle eben nach oben) besser profitieren. Dazu schauen wir uns einen weiteren Kursverlauf an und gehen davon aus, wir hätten 15.000 € für den Aktienhandel zur Verfügung.
Dies mit einer Grafik unterlegt:

Stopps setzen

Dieser Kursverlauf ist der selbige wie oben, jedoch wurde er um einen 3. Trendbruch ergänzt. Auch hier wurde wieder bei einem neuen Hoch, nach einem neuen höheren Tief gekauft. Der Stopp wurde bei 12 € gesetzt. Gekauft wurde im Beispiel bei 13 €. Es sollen nur 500 € bei jedem Handel riskiert werden. Daher kann man nun 500 Stück kaufen. Wir erinnern uns an die beiden vorherigen Transaktionen. Die ersten beiden liefen schief und wir stehen mit -1000 € in der Kreide. Hätte man ohne Stopp gearbeitet wäre das Depot von Transaktion 1 ( 22€ á 225 Stück = 4950 € ) mit 2025€ im Minus ( 225 * 13 € = 2925 € ).

Als Grundlage dieser Rechnung wurde angenommen, das man genau soviel Stück kauft, wie in der Transaktion mit Stopp (was jedoch äußerst selten passiert, da meist höhere Stückzahlen gekauft werden). Unser dritter Handel startet so nun bei 13€ - Stopp bei 12€ . Somit können 500 Stück gekauft werden und man kann 6500 € bewegen. Zum letzten Kurs wäre eine Aktie 16 € wert. Nun noch ein wenig Rechnen:

Handel 1 ohne Stopp:

Einstieg: 22 € * 225 Stück = 4950 € Depotwert
letzter Kurs: 16 € * 225 Stück = 3600 € Depotwert

! 1350 € Verlust !

Handel 3 mit Stopp:

Verlust aus Handel 1: 500 €
Verlust aus Handel 2: 500 €

Einstieg: 13 € * 500 Stück = 6500 €
Depotwert letzter Kurs: 16 € * 500 Stück = 8000 € Depotwert - 1000 € bisheriger Verlust !

500 € Gewinn !

Dies verdeutlicht noch einmal die Wichtigkeit der Stopps.

(Xx)